Marks Geschichte

Marks Geschichte

Eigenständiges Sitzen mit dem Early Activity System  (EAS)

Bei Mark besteht eine Entwicklungsverzögerung. Zugleich leider er unter einer Form der Epilepsie mit (Krampf)Anfällen, die medikamentös behandelt werden. 

Dank eines Entwicklungsfortschritts im Alter von zwei Monaten kann Mark Objekte verfolgen und seinen Kopf von rechts nach links drehen (in Rückenlage).

Dennoch gibt es weitere motorische Defizite in verschiedenen Bereichen.

Für eine optimale Frühförderung sind in Marks Therapie ein Physiotherapeut, ein Ergotherapeut, ein Heilpädagoge für sehbehinderte Kinder sowie ein Sprach- und Sprechpathologe eingebunden. 

Mark benutzt verschiedene Hilfsmittel, beispielsweise ein spezielles Sitzsystem und einen Gehtrainer.

Klinische Beurteilung

  • In Rückenlage zeigte Mark eine erhöhte Anspannung im gesamten Körper, insbesondere mit einer Überstreckung des Nackens. Die Schultern waren nach hinten gezogen, die Schulterblätter standen ab, der Kopf war durchweg zur Seite geneigt.
  • Seine Beine waren überwiegend gestreckt, die Füße in Spitzfußstellung (Plantarflexion).
  • Mark konnte nicht auf der Seite liegen und reagierte mit Unruhe auf eine Veränderung der Lage.
  • Mark konnte seinen Kopf nicht kontrollieren, sodass dieser im gehaltenen Sitz oder beim Anlehnen an die Schulter auf dem Arm, gestützt werden musste.
  • Seine linke Hand hielt Mark meist zur Faust geballt.
  • Mark war häufig quengelig und wollte am liebsten den ganzen Tag getragen werden.

Konzept

Das Early Activitiy System (EAS) soll Als Positionierungssystem und Therapiehilfe eingesetzt werden: Der Rumpf soll stabilisiert, Kopf und Körper symmetrisch eingestellt werden.

Marks Therapeut verwendete das Keilkissen und die seitlichen Rollen, um Marks Kopf und Schultern anzuheben und sein Schulterblatt nach vorne zu bringen. Ziel war es, dass Mark seinen Kopf in einer Mittelstellung halten kann. Gleichzeitig wurde eine weitere Rolle eingesetzt, um eine bessere Beugehaltung von Hüfte und Knie zu erreichen.

 

 

 

Dank der verbesserten Positionierung kann Mark seine Hände und Füße besser einsetzen. Mark lernte schnell mit beiden Händen vor dem Körper nach einem Spielzeug zu greifen. Auch die mentale Entwicklung wurde durch die funktionelle Positionierung gefördert. 
Durch die bessere Positionierung im EAS und einem verminderten Streckmuskeltonus konnte Mark seine Hände funktionell besser gebrauchen. So kann er ein Spielzeug beispielsweise besser fokussieren und gezielt danach greifen.

Mit fünf Monaten spielte Mark in Seitenlage. Da Mark vorzugsweise auf dem Bauch – mit  einer Kopfdrehung nach rechts – schlief, setzte Marks Familie das Early Activity System für kurze Zeit auch während des Schlafs ein. Durch die gezielte Positionierung nach links konnte nicht nur die Asymmetrie der Kopfhaltung behoben werden, sondern auch die Kopfform an sich ist jetzt deutlich symmetrischer. 

 

Mit neun Monaten konnte Mark mithilfe des EAS aufrecht sitzen. Dies gelang durch die inzwischen deutlich verbesserte Rumpfstabilität. Mit stetig wachsender Kopfkontrolle und unter Zuhilfenahme einer gepolsterten Bank vor dem Körper, lernte er, selbständig zu sitzen. Die Hände hat er im aufrechten Sitz jetzt frei und kann nach oben nach einem Spielzeug greifen.
Die Möglichkeit, sich auf dieser Therapiebank gezielt abzustützen und mithilfe seiner Unterarme hochzustemmen, verbesserte die Aufrichtung seines hypotonen Rumpfes. Bis zu diesem Zeitpunkt war Mark noch nicht in der Lage gewesen, sich auf dem Bauch liegend mit seinen Unterarmen abzustützen, da ihn das Gewicht seines Kopfes schnell ermüden ließ. 

Ergebnis

Mit 18 Monaten hat Mark erhebliche Fortschritte gemacht, von Erreichen der Kopfkontrolle bis zum selbstständigen Sitzen. Marks Therapeut sagt, dass „das Frühfördersystem bei seinem Fortschritt eine große Rolle gespielt hat, indem Mark Positionen einnehmen konnte, die ihm den aktiven Einsatz seines Sehvermögens und seiner Hände ermöglichten und sein Rumpf und Kopf genau die richtige Menge an Unterstützung bekamen.“

Im Alter von 18 Monaten hat Mark erhebliche Fortschritte gemacht: er kann selbstständig und ohne Hilfe sitzen und dadurch seine Arme und gezielt zum Spielen einsetzen.
Marks Therapeut sagt, dass „das Frühfördersystem bei seinem Fortschritt eine große Rolle gespielt hat, indem Mark Positionen einnehmen konnte, die ihm den aktiven Einsatz seines Sehvermögens und seiner Hände ermöglichten und sein Rumpf und Kopf genau die richtige Menge an Unterstützung bekamen.“

Die VIDA-Websites verwenden Cookies. Wenn Sie weiterhin auf der Website surfen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies und deren Verwaltung finden Sie in unserer cookie-Richtlinie